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Hurom baut seit 1974 Entsafter, und in meiner Küche stehen inzwischen zwei davon. Wenn du dich gerade durch die Modellnamen kämpfst, H70-ST, H320N, H400, E30-ST, dann geht es dir wie mir vor ein paar Jahren: Die Unterschiede erschließen sich nicht von selbst, und die Preise reichen von 329 bis fast 700 Euro.
Dieser Überblick sortiert die aktuelle Modellpalette. Zwei Geräte habe ich selbst im täglichen Einsatz, den H70-ST und den H310A, dazu findest du hier meine Erfahrung. Zu allen anderen Modellen stehen die Herstellerangaben sauber nebeneinander, damit du vergleichen kannst, ohne dich durch neun Produktseiten zu klicken. Was ich nicht selbst getestet habe, kennzeichne ich als das, was es ist.


Das Wichtigste in Kürze
Auf einen Blick
- 9 Entsafter-Modelle führt der europäische Hurom-Shop aktuell, von 329 bis 699 Euro, dazu das gewerbliche Modell CP50 für 1.499 Euro
- 37 bis 90 Umdrehungen pro Minute, je nach Modell. Zum Vergleich: Zentrifugalentsafter drehen mit mehreren tausend
- 100 bis 200 Watt Leistung, das ist wenig für ein Küchengerät und einer der Gründe für die leise Arbeitsweise
- 15 Jahre Garantie auf Motor und Teile bei H80-ST, H400, H330P, H320N, H70-ST und H70-FT, 10 Jahre bei H310A, E50-ST und E30-ST
- Alle Angaben Stand 30. August 2026, direkt von den Produkt- und Garantieseiten des Herstellers
Was macht Hurom-Entsafter besonders?
Hurom nennt seine Technologie Slow Squeezing. Eine Pressschnecke aus Ultem, einem sehr harten Kunststoff, dreht sich langsam gegen ein Sieb und quetscht den Saft aus dem Obst heraus. Ein Zentrifugalentsafter macht das Gegenteil: Er reibt die Zutaten mit hoher Drehzahl auf und schleudert den Saft durch ein Sieb.
Diese Arbeitsweise hat drei spürbare Folgen im Alltag. Der Saft wird kalt gepresst, es kommt also keine Wärme ins Spiel. Es entsteht kaum Schaum, weil wenig Luft eingeschlagen wird. Und der Trester kommt fast trocken heraus, aus derselben Menge Obst bekommst du also mehr ins Glas. Dazu ist so ein Gerät deutlich leiser, was morgens um sechs kein kleines Argument ist. Mehr zum Unterschied habe ich im Beitrag Slow Juicer oder Zentrifugalentsafter aufgeschrieben.

Alle aktuellen Hurom-Modelle im Vergleich
Die folgende Tabelle sind reine Herstellerangaben von den Produktseiten, kein Testergebnis. Die beiden fett gesetzten Modelle stehen bei mir zu Hause, zu denen findest du weiter unten meine Erfahrung.
| Modell | U/min | Leistung | Gewicht | Garantie | Preis (UVP) |
|---|---|---|---|---|---|
| H80-ST | 50 | 200 W | 6,1 kg | 15 Jahre | 699 € |
| H400 | 90 | 150 W | 6,7 kg | 15 Jahre | 699 € |
| H330P | 50 | 200 W | 6,2 kg | 15 Jahre | 629 € |
| H320N | 50 | 200 W | 6,2 kg | 15 Jahre | 599 € |
| H70-FT | 60 | 150 W | 5,4 kg | 15 Jahre | 599 € |
| H70-ST | 60 | 150 W | 5,5 kg | 15 Jahre | 499 € |
| E50-ST | 50 | 150 W | 5,5 kg | 10 Jahre | 429 € |
| H310A | 37 bis 43 | 100 W | 3,4 kg | 10 Jahre | 349 € |
| E30-ST | 43 | 100 W | 4,3 kg | 10 Jahre | 329 € |
Beim H320N und H330P nennt Hurom zwei Drehzahlen, weil in diesen Geräten zusätzlich eine Bürste mit 17 Umdrehungen pro Minute mitläuft, die das Sieb während des Pressens frei hält. Das CP50 für 1.499 Euro ist ein gewerbliches Gerät für Cafés und Saftbars und hat entsprechend nur zwei Jahre Garantie.
Die Pure-Press-Serie: H70-ST, H70-FT und H80-ST
Das sind die schlanken Vertikalgeräte. Sie brauchen wenig Stellfläche, der H70-ST ist nur 17,4 Zentimeter breit. Der Unterschied zwischen ST und FT liegt im Sieb: Beim H70-ST ist das Eissieb dabei, mit dem du gefrorene Früchte zu Sorbet pressen kannst, der H70-FT ist auf fruchtfleischarmen Saft ausgelegt. Der neue H80-ST steht eine Stufe darüber, mit 200 Watt und einem größeren Trichter, kostet aber auch 200 Euro mehr.
H320N und H330P: die Modelle mit Reinigungsbürste im Gerät
Diese beiden gehören zur Easy-Clean-Linie. In der Presskammer läuft eine Bürste mit, die das Sieb während des Entsaftens sauber hält. Das Sieb hat größere Öffnungen und lässt sich hinterher unter fließendem Wasser abwaschen, ohne dass du mit der Handbürste in jede feine Öffnung musst. Wenn dich am Entsaften vor allem die Reinigung abschreckt, ist das die Serie, die du dir ansehen solltest. Der H330P ist die Special Edition mit anderen Farben, technisch entspricht er dem H320N. Das Eissieb kostet hier 29 Euro extra.
H400: der mit dem großen Einfüllbehälter
Der H400 hat statt eines Trichters einen kompletten Einfüllbehälter oben drauf. Du kippst dein vorbereitetes Obst hinein, machst den Deckel zu und das Gerät zieht Stück für Stück selbst ein. Bei größeren Saftmengen sparst du damit das ständige Nachschieben. Mit 90 Umdrehungen pro Minute dreht er schneller als die übrigen Modelle und ist mit 6,7 Kilo das schwerste Gerät der Reihe.
Kompakt und günstiger: H310A, E30-ST und E50-ST
Der H310A ist der Winzling der Familie, 3,4 Kilo, 16 Zentimeter breit und mit 37 bis 43 Umdrehungen der langsamste. Er besteht aus nur drei Teilen, das macht die Montage und die Reinigung sehr übersichtlich. Die E-Serie liegt preislich dazwischen und bringt Fein- und Grobsieb mit, damit du selbst entscheidest, wie viel Fruchtfleisch im Glas landet.
Welcher Hurom passt zu dir?
Statt einer Rangliste finde ich vier Fragen hilfreicher, weil die Antwort davon abhängt, wie du entsaftest:
- Du entsaftest für dich allein und hast eine kleine Küche: H310A. Klein, leicht, drei Komponenten, der günstigste Einstieg.
- Du willst täglich ein bis zwei Gläser und wenig Aufwand: H70-ST. Das ist mein Alltagsgerät, Eissieb liegt bei.
- Dich nervt vor allem das Sieb-Schälen: H320N oder H330P mit der mitlaufenden Bürste.
- Du presst größere Mengen auf einmal, etwa für die ganze Familie: H400 mit dem großen Einfüllbehälter.
Meine zwei Geräte im Alltag
Angefangen habe ich mit dem H310A. Der große Einfüllschacht war für mich der entscheidende Punkt, ein ganzer Apfel passt hinein, ich muss also kaum vorschneiden. Sein Nachteil: Bei sehr faserigem Grünzeug wie Staudensellerie kommt er an seine Grenzen. Meine ausführliche Erfahrung steht im Testbericht zum Hurom H310A.
Heute presse ich fast jeden Morgen mit dem H70-ST. Er kommt auch mit Sellerie und Grünkohl zurecht, der Trester ist trockener und die Reinigung dauert wirklich nur rund zwei Minuten, wenn ich sie direkt nach dem Entsaften mache. Was ich weniger schön finde: Er ist mit 44 Zentimetern recht hoch und passt bei mir nicht unter den Hängeschrank, er steht also sichtbar auf der Arbeitsplatte. In Titangrau ist er immerhin ein ganz hübscher Blickfang. Alle Details im Testbericht zum Hurom H70-ST.
| Technik | Slow Juicer, Kaltpresse mit 60 U/min |
| Leistung | 150 Watt |
| Garantie | 15 Jahre auf Motor und Teile |
| Gewicht | 5,5 kg |
| Maße | 17,4 × 21,6 × 44,1 cm |
| Farben | Weiß, Mattschwarz, Titangrau |
| Zubehör | Eissieb, Saftbehälter, Reinigungsbürste, Rezeptheft |
| Preis | 499 Euro (UVP) |
Herstellerangaben zum H70-ST, Stand August 2026. Die Einschätzungen dazu sind meine eigenen.
Reinigung: Easy Clean, Spülmaschine und Bürste
Der Ablauf ist bei allen Modellen ähnlich und dauert keine drei Minuten:
- Restsaft ablaufen lassen und den Tresterbehälter ausleeren.
- Einen halben Liter kaltes Wasser durchlaufen lassen, solange das Gerät noch läuft. Das spült den größsten Teil schon heraus.
- Gerät ausschalten, Trichter, Kammer, Pressschnecke und Sieb abnehmen.
- Alle Komponenten unter fließendem Wasser abspülen, das Sieb mit der mitgelieferten Reinigungsbürste ausbürsten.
- Teile trocknen lassen. Wichtig ist nur eines: nicht antrocknen lassen, sonst wird es mühsam.
Spülmaschine ist bei Hurom kein Standard. Hurom empfiehlt für die meisten Modelle Handwäsche, und bei den Silikonteilen ist die Spülmaschine ohnehin keine gute Idee. Wie das bei mir konkret abläuft, zeige ich im Beitrag Hurom Entsafter reinigen in unter 2 Minuten.
Material und Langlebigkeit: Ultem, Tritan und Garantie
Die Pressschnecke besteht bei Hurom aus Ultem, die Presskammer aus Tritan. Beides sind BPA-freie Kunststoffe, die deutlich härter und schlagfester sind als normales Küchenplastik. Genau darauf zielt auch die Garantie: 15 Jahre auf Motor und Teile bei den größeren Modellen, 10 Jahre bei H310A, E30-ST und E50-ST. Verbrauchsteile wie Silikondichtungen und die Behälter sind davon ausgenommen, was ich fair finde, denn genau die nutzen sich ab.
Für mich ist diese Garantiezeit das stärkste Argument für die Langlebigkeit. Ein Gerät für 500 Euro, das 15 Jahre hält, kostet dich pro Jahr weniger als ein Monatsabo im Fitnessstudio.
Mehr als Saft: Eis, Nussmilch und Trester
- Sorbet: Mit dem Eissieb presst du gefrorene Beeren oder Bananen zu einem cremigen Eis, ganz ohne Zucker. Beim H70-ST liegt das Sieb bei, beim H320N kostet es 29 Euro extra.
- Nussmilch: Eingeweichte Mandeln oder Cashews mit Wasser durchlaufen lassen, fertig ist der Pflanzendrink.
- Trester: Der Presskuchen ist zu schade für den Biomüll. Karottentrester wird zu Bratlingen oder Muffins, Apfeltrester zu Granola.
- Rezepte: Meine Saft-Rezepte findest du gesammelt auf der Seite Saft selber machen, zum Beispiel den grünen Schlank-Saft oder den Ingwer-Kurkuma-Shot.
Preise, Angebote und meine Rabattcodes
Die Preise oben sind die unverbindlichen Empfehlungen aus dem europäischen Hurom-Shop. Rabattaktionen gibt es dort vor allem im Frühjahr, rund um den Black Friday und zwischen den Jahren. Wenn du nicht warten willst: Über meine Kooperation bekommst du dauerhaft 10 Prozent, und zwar geрätegebunden.
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Du bist noch ganz am Anfang? Dann lies vorher Entsaften für Anfänger und meine Kaufberatung für Slow Juicer.
Häufige Fragen
Sind Hurom Entsafter gut?
Hurom gehört zu den bekanntesten Herstellern von Slow Juicern und gibt auf die größeren Modelle 15 Jahre Garantie auf Motor und Teile. Ich nutze seit mehreren Jahren zwei Geräte, den H310A und den H70-ST, und beide laufen ohne Ausfall. Die Saftausbeute ist hoch, der Trester kommt fast trocken heraus. Der Preis liegt allerdings deutlich über dem eines Zentrifugalentsafters.
Welcher Hurom Entsafter ist der beste?
Den einen besten gibt es nicht, es kommt auf deine Küche an. Für den täglichen Gebrauch in einem normalen Haushalt ist der H70-ST für 499 Euro die runde Wahl, weil das Eissieb beiliegt und die Reinigung schnell geht. Für kleine Küchen und kleines Budget der H310A für 349 Euro, für große Saftmengen der H400.
Was darf nicht in den Hurom?
Harte Kerne und Steine gehören nicht hinein, also Avocado-, Pfirsich- oder Mangokerne. Auch sehr harte Schalen wie bei Ananas oder Melone entfernst du besser vorher. Ungeeignet sind außerdem Bananen, Avocados und andere Früchte ohne freien Saft, die verstopfen nur das Sieb. Gefrorenes darf nur mit dem Eissieb in das Gerät.
Wer steckt hinter Hurom?
Hurom ist ein Familienunternehmen aus Südkorea, das seit 1974 Entsafter herstellt und die vertikale Kaltpresse mit langsam drehender Pressschnecke bekannt gemacht hat. In Europa läuft der Vertrieb über Hurom Europe mit eigenem Onlineshop und eigener Garantieabwicklung.
Quellen
- Hurom Europe, Produktseiten zu H80-ST, H400, H330P, H320N, H70-FT, H70-ST, E50-ST, H310A und E30-ST (technische Daten und Preise, abgerufen am 30. August 2026)
- Hurom Europe, Garantiebedingungen (Garantiezeiten nach Modell, abgerufen am 30. August 2026)
- Eigene Nutzung der Modelle H310A (seit 2022) und H70-ST (seit 2025)
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