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Beide Geräte stehen bei mir in der Küche, und ich benutze beide, aber für völlig verschiedene Dinge. Die Frage „Entsafter oder Mixer“ lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Sie lässt sich aber sehr gut daran festmachen, was am Ende in deinem Glas landen soll.

Das Wichtigste in Kürze
Auf einen Blick
- Entsafter: trennt Saft und Fasern, Ergebnis ist dünnflüssig und klar
- Mixer: zerkleinert alles, Ballaststoffe bleiben drin, Ergebnis ist cremig
- Sättigung: der Smoothie gewinnt klar, weil die Ballaststoffe bleiben
- Gemüsemenge: der Entsafter gewinnt, in ein Glas Saft passt mehr Gemüse, als du in einem Smoothie trinken magst
- Reinigung: Mixer in unter einer Minute, Slow Juicer in rund zwei bis drei
- Preis: guter Standmixer ab etwa 100 Euro, Slow Juicer ab rund 200 Euro
Der Unterschied kurz erklärt
Ein Mixer arbeitet mit Klingen und zerschlägt alles, was du hineingibst, zu einer feinen Masse. Nichts wird entfernt, das ganze Obst und Gemüse landet im Glas, nur eben zerkleinert. Deshalb ist ein Smoothie dickflüssig und sättigend.
Ein Entsafter presst oder schleudert den flüssigen Anteil heraus und behält die festen Bestandteile als Trester zurück. Im Glas landet der Saft mit den wasserlöslichen Bestandteilen, die Ballaststoffe bleiben im Trester. Deshalb ist Saft leicht, klar und schnell getrunken.

Saft oder Smoothie: was ist gesünder?
Der Smoothie hat den ernährungsphysiologischen Vorsprung, weil die Ballaststoffe drin bleiben. Sie sättigen, sie bremsen den Anstieg des Blutzuckers und sie sind für die Darmflora relevant. Ein Saft aus vier Äpfeln ist dagegen schnell getrunken und liefert eine ordentliche Menge Zucker auf einmal.
Der Entsafter hat einen anderen Vorteil, den ich im Alltag deutlich merke: Man bekommt damit Mengen an Gemüse ins Glas, die man als Smoothie nie trinken würde. Eine ganze Staude Sellerie, eine halbe Gurke und ein Bund Petersilie ergeben ein Glas Saft, das man wegtrinkt. Als Smoothie wäre daraus eine zähe grüne Masse geworden.
Ehrlichste Antwort also: Der Smoothie ist die vollwertigere Mahlzeit, der Saft ist die bessere Möglichkeit, viel Gemüse zu trinken. Und keiner von beiden ersetzt Gemüse auf dem Teller.
Das spricht für einen Entsafter
- Du bekommst viel Gemüse in ein Glas, auch Blattgrün und faserige Stangen
- Der Saft ist leicht und liegt nicht schwer im Magen, gut morgens
- Kalt gepresster Saft hält rund drei Tage im Kühlschrank, du kannst also vorpressen
- Mit dem Eissieb machen viele Modelle zusätzlich Sorbet und Nussmilch
- Für Menschen, die feste Rohkost schlecht vertragen, ist Saft oft bekömmlicher
Das spricht für einen Standmixer
- Er sättigt, ein Smoothie kann tatsächlich ein Frühstück ersetzen
- Nichts wird weggeworfen, es entsteht kein Trester
- Er kann mehr als Getränke: Suppen, Pesto, Nussmus, Teig
- Er ist schneller gereinigt, oft reicht Wasser mit einem Tropfen Spüli und ein kurzer Lauf
- Er ist in der Anschaffung günstiger
Ingwer-Shot: Entsafter oder Mixer?
Ein gutes Beispiel, weil beides geht. Im Entsafter gibst du Ingwer, Zitrone und Kurkuma direkt hinein und hast in zwei Minuten einen klaren Shot. Im Mixer brauchst du etwas Wasser dazu und musst die Masse anschließend durch ein Passiertuch drücken, sonst ist der Shot faserig und schwer zu trinken. Mein Rezept dafür: Ingwer-Kurkuma-Immun-Shot.
Platz, Reinigung und Kosten im Alltag
| Entsafter (Slow Juicer) | Standmixer | |
|---|---|---|
| Ergebnis | klarer Saft ohne Fasern | cremiger Smoothie mit allem |
| Reinigung | rund 2 bis 3 Minuten, mehrere Teile | unter 1 Minute, ein Behälter |
| Lautstärke | leise | laut |
| Preis | ab rund 200 Euro | ab rund 100 Euro |
| Platzbedarf | hoch, oft über 40 cm | mittel |
| Abfall | Trester, weiterverwertbar | kein Abfall |
Der Punkt, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist die Reinigung. Beide Geräte landen im Schrank, wenn das Saubermachen nervt. Beim Entsafter hilft nur eine Regel: sofort spülen, nichts antrocknen lassen. Wie das schnell geht, steht in Entsafter reinigen in unter 2 Minuten.
Für wen sich welches Gerät lohnt
- Du willst frühstücken, ohne zu kauen: Mixer.
- Du isst zu wenig Gemüse und weißt es: Entsafter.
- Du kochst viel und willst ein Allroundgerät: Mixer, er kann auch Suppe und Pesto.
- Du magst klare, leichte Getränke und verträgst viel Rohkost schlecht: Entsafter.
- Du hast Platz und Budget für beides: Dann nimm den Mixer zuerst, er ist vielseitiger, und ergänze später den Entsafter.
Mein Weg: erst der Mixer, dann der Entsafter
Bei mir stand der Standmixer zuerst in der Küche, und er steht immer noch da. Dazu gekommen ist der Hurom H70-ST, weil ich Gemüse trinken wollte, das ich als Smoothie nicht runterbekommen hätte, allen voran Staudensellerie. Beide Geräte machen heute unterschiedliche Jobs, und keines hat das andere ersetzt.
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Häufige Fragen
Was ist besser, Mixer oder Entsafter?
Keins von beiden ist grundsätzlich besser, sie machen Unterschiedliches. Der Mixer behält alle Ballaststoffe und liefert ein sättigendes Getränk, der Entsafter trennt den Saft ab und ermöglicht es, große Mengen Gemüse zu trinken. Für eine Mahlzeit nimm den Mixer, für einen leichten Gemüsesaft den Entsafter.
Was ist der Unterschied zwischen Standmixer und Entsafter?
Der Standmixer zerkleinert die Zutaten mit Klingen, alles bleibt im Getränk. Der Entsafter trennt den flüssigen Anteil von den Fasern, die als Trester zurückbleiben. Das Ergebnis ist beim Mixer cremig und sättigend, beim Entsafter dünnflüssig und klar.
Was sind die Nachteile eines Entsafters?
Die Ballaststoffe landen im Trester und nicht im Glas, der Saft sättigt deshalb kaum. Dazu kommen der höhere Anschaffungspreis, die aufwendigere Reinigung mit mehreren Einzelteilen und der Platzbedarf. Außerdem brauchst du für ein Glas Saft deutlich mehr Obst und Gemüse als für einen Smoothie.
Kann ein Entsafter auch Smoothies machen?
Nein, dafür ist er nicht gebaut, denn er trennt die Fasern ja gerade ab. Viele Slow Juicer können mit einem Eissieb allerdings gefrorene Früchte zu Sorbet pressen, und Nussmilch geht ebenfalls. Einen klassischen Smoothie bekommst du nur mit einem Mixer.
Quellen
- Hurom Europe, Produktdaten zu den Slow-Juicer-Modellen (abgerufen am 30. August 2026)
- Eigene Nutzung von Standmixer und den Slow Juicern H310A und H70-ST
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