Kartoffelsalat mit Joghurt statt Mayonnaise: 270 Kalorien pro Portion statt gut 500, und er fällt nach ein paar Stunden in der Sonne nicht zusammen. Radieschen und saure Gurken bringen den Biss, den ein Kartoffelsalat sonst schnell verliert.

Warum dieser Kartoffelsalat besser ist als der klassische
- 270 Kalorien pro Portion. Ein Kartoffelsalat mit Mayonnaise liegt schnell beim Doppelten.
- 1,4 g Fett. Das Dressing besteht aus fettarmem Joghurt, Senf und Gurkenwasser statt aus Öl und Ei.
- Hält sich draußen. Ohne rohes Ei im Dressing ist er für Grillabende und Picknick die sicherere Wahl.
- Schmeckt am nächsten Tag besser. Die Kartoffeln ziehen über Nacht die Brühe und das Dressing.
- Vegan machbar. Mit Sojajoghurt statt Naturjoghurt, sonst ändert sich nichts.
Das Geheimnis: Brühe an die warmen Kartoffeln
Der wichtigste Schritt in diesem Rezept hat nichts mit dem Dressing zu tun. Die Kartoffeln werden noch warm gepellt, geschnitten und mit 80 ml heißer Gemüsebrühe übergossen. Dann ziehen sie 20 Minuten.
Warme Kartoffeln saugen Flüssigkeit auf, kalte nicht mehr. Wer diesen Schritt überspringt und das Dressing direkt an die abgekühlten Kartoffeln gibt, bekommt einen Salat, bei dem der Geschmack außen klebt statt drin zu sein. Das ist der Grund, warum selbstgemachter Kartoffelsalat manchmal fad wirkt, obwohl das Dressing für sich genommen gut schmeckt.
Welche Kartoffeln eignen sich?
Festkochende Sorten sind Pflicht. Sie behalten beim Schneiden und Rühren ihre Form, während mehligkochende zerfallen und der Salat matschig wird. Ich nehme am liebsten Drillinge, also kleine festkochende Kartoffeln, die man nur halbieren muss.
- Drillinge oder kleine Salatkartoffeln. Die beste Wahl, weil die Schnittflächen klein bleiben und die Kartoffeln nicht zerfallen.
- Festkochende Sorten wie Annabelle, Linda oder Nicola. Funktionieren genauso, brauchen nur etwas mehr Schneidearbeit.
- Vorwiegend festkochend. Geht zur Not, dann aber nicht zu lange kochen und vorsichtig rühren.
- Mehligkochend. Für Kartoffelsalat ungeeignet. Weitere Ideen, was du damit machst, findest du bei meinen Kartoffelrezepten.

Das Dressing: Joghurt, Senf und Gurkenwasser
Das Dressing besteht aus fünf Zutaten, und eine davon ist ungewöhnlich: 20 g Gurkenwasser aus dem Glas der sauren Gurken. Es bringt Säure und Salz zugleich und ersetzt den Essig, den man sonst nehmen würde. Wegschütten wäre schade.
Dazu kommen 100 g fettarmer Joghurt für die Cremigkeit, ein Teelöffel Senf als Emulgator und Geschmacksträger, etwas Ahornsirup gegen die Säurespitze und Salz. Wenn dir das Dressing zu dick erscheint, gib löffelweise mehr Gurkenwasser dazu, nicht Wasser. Mehr Ideen in dieser Richtung findest du bei meinen Dips und Dressings.
Was sonst noch in den Kartoffelsalat passt
- Gekochtes Ei. Bringt Eiweiß und macht den Salat sättigender.
- Gurke oder Apfel. Beides frisch und knackig, der Apfel bringt zusätzlich Süße gegen die Säure.
- Kapern oder eingelegte Zwiebeln. Für alle, die es kräftiger mögen.
- Dill statt Schnittlauch. Passt besonders gut zu den Gurken.
- Feta oder Hüttenkäse. Der einfachste Weg zu mehr Eiweiß, wenn der Salat eine Hauptmahlzeit sein soll. Ideen dazu bei den Feta Rezepten.

Nährwerte pro Portion
Eine Portion, also die Hälfte des Rezepts, liefert:
- 270 kcal
- 10,5 g Eiweiß
- 53 g Kohlenhydrate
- 1,4 g Fett
Die 1,4 g Fett sind der eigentliche Unterschied. Ein klassischer Kartoffelsalat mit Mayonnaise kommt bei gleicher Menge auf gut 30 g Fett und mehr als das Doppelte an Kalorien. Weitere Gerichte in dieser Richtung findest du bei den kalorienarmen vegetarischen Rezepten.
Wie lange hält sich Kartoffelsalat ohne Mayo?
Im Kühlschrank drei Tage, und das ist ein echter Vorteil gegenüber der Mayo-Variante. Selbstgemachte Mayonnaise enthält rohes Ei und sollte am selben Tag gegessen werden, besonders im Sommer.
Für den Grillabend heißt das: Du kannst diesen Salat am Vortag zubereiten, und er steht auch zwei Stunden bei 25 Grad auf dem Tisch, ohne dass es kritisch wird. Rühr ihn vor dem Servieren noch einmal durch und schmeck nach, weil die Kartoffeln über Nacht Salz ziehen.
Häufige Fragen zum Kartoffelsalat ohne Mayonnaise
Kann ich den Salat vegan zubereiten?
Ja, nimm einfach ungesüßten Sojajoghurt statt Naturjoghurt. Achte darauf, dass er neutral schmeckt und nicht vanilliert ist. Am Rest des Rezepts ändert sich nichts.
Warum wird mein Kartoffelsalat matschig?
Fast immer wegen der Kartoffelsorte. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Rühren. Der zweite Grund ist zu langes Kochen: Die Kartoffeln sollen gar sein, aber noch Widerstand haben, wenn du mit dem Messer hineinstichst.
Muss ich die Kartoffeln schälen?
Bei Drillingen und jungen Kartoffeln nicht, die Schale ist dünn und bringt Geschmack. Wasch sie in dem Fall gründlich ab. Bei älteren Kartoffeln mit dicker Schale würde ich schälen.
Kann ich den Salat einfrieren?
Nein. Gekochte Kartoffeln werden nach dem Auftauen mehlig und wässrig, und das Joghurtdressing flockt aus. Drei Tage im Kühlschrank sind das Maximum.
Weitere Salate zum Grillen
Ein Kartoffelsalat kommt selten allein. Wer die klassische Variante bevorzugt, nimmt meinen Kartoffelsalat mit Essig und Öl, der ebenfalls ohne Mayonnaise auskommt. Deutlich mehr Eiweiß bringt der High Protein Salat mit roten Linsen, und der Lupinensalat mit Feta ist eine Alternative für alle, die keine Kartoffeln mehr sehen können. Meine gesammelten Ideen stehen bei den vegetarischen Salatrezepten und unter vegetarisch grillen.
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Kartoffelsalat ohne Mayo mit Joghurt und Radieschen
Zutaten
- 600 g Kartoffeln z.B. Drillingskartoffeln
- 100 g Radieschen
- 60 g Saure Gurken
- 40 g Rote Zwiebel
- 10 g Schnittlauch
- 80 ml Gemüsebrühe
Dressing
- 100 g Fettarmer Joghurt (1,5%) oder veganen Soja Joghurt
- 20 g Gurkenwasser
- 6 g Ahornsirup
- 1 TL Senf
- 1 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
- Kartoffeln schälen und je nach Größe ca. 25 Minuten oder mehr in Salzwasser kochen. Ich habe in diesem Rezept Drillinge verwendet. Das sind kleine Kartoffeln, die man theoretisch sogar mit Schale essen kann.
- Kartoffeln ausdampfen lassen und noch warm pellen. Anschließend in Stücke oder Scheiben schneiden.
- Die noch warmen Kartoffeln mit Gemüsebrühe übergießen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.
- Radieschen waschen und vierteln. Zu den Kartoffeln in eine Schüssel geben.
- Zwiebel schälen und kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls zum Salat geben.
- Saure Gurke klein schneiden und ebenfalls hinzufügen.
- Schnittlauch feinhacken und darüber streuen.
Für das Dressing
- Alle Zutaten zu einer cremigen Soße verrühren und über den Salat geben.
- Dressing unterrühren und kalt stellen oder direkt servieren.Tipp: Wenn der Salat etwas durchgezogen ist, schmeckt er noch besser.
Nährwerte
Video Anleitung

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